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4 Jahreszeiten Gedichte 4 mevsim siirleri

Konusu 'Pratik Almanca - Praxis Deutsch' forumundadır ve Hazangülü tarafından 15 Nisan 2012 başlatılmıştır.

  1. Hazangülü

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    Frühlings gedichte ilkbahar siiri


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    Weit zieht der Winter sich zurück,
    es grünen Busch und Bäume.
    Das Lied der Nachtigall heißt Glück
    im Glanz der Frühlingsträume.

    Natur uns schon erahnen lässt
    was wir bald nicht mehr missen
    und weisend auf das Osterfest
    blüh´n leuchtendgelb Narzissen.




    Unnennbare Tage


    Hier lieg' ich auf dem Frühlingshügel,
    die Wolke wird mein Flügel,
    ein Vogel fliegt mir voraus.
    Ach, sag' mir, alleinzige Liebe,
    wo du bleibst, dass ich bei dir bliebe!
    Doch du und die Lüfte, ihr habt kein Haus.

    Die Wolke seh ich wandeln und den Fluss,
    es dringt der Sonne goldner Kuss
    mit tief bis ins Geblüt hinein;
    die Augen, wunderbar berauschet,
    tun, als schliefen sie ein,
    nur noch das Ohr der Biene lauschet.

    Ich denke dies und denke das,
    ich sehne mich und weiß nicht recht, nach was.
    Halb ist es Lust, halb ist es Klage;
    mein Herz, o sage,
    was webst du für Erinnerung
    in golden grüner Zweige Dämmerung?
    Alte, unnennbare Tage!

    (Eduard Mörike)


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    Februar, vereinzelt weiße Flecken
    liegen einsam auf Weg und Land.
    Der Schnee des Winters Weggenossen;
    zögernd, verlässt er Feld und Land.

    Dunkel, grau die weiten Straßen
    nur so kurz der Sonne helles Licht,
    es ist als wollt die Seele blicken
    in ihr eigen, müdes Angesicht.

    Doch dann schwebt die wilde Taube
    auf den Ästen, leicht und wunderbar;
    Maiglöckchen, so duftend, sie verkündet -
    Frühling, so ersehnet, bald wird er wahr!

    Und ihr Lieben, in euren Herzen,
    wohnet Leid, doch auch das Glück;
    habt Hoffnung, nur nicht verzagen,
    Mut und Liebe - alles kehrt zurück!


    (Reinhard Blohm - Brettin 2005)
     
  2. Hazangülü

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    Weißer Tag und weiße Sonne;
    nur die Geranien sehen rot.
    Ein Salamander schmort auf seinem Lieblingsstein
    und betet stumm die Mauer an.
    Gebremst in ihrer Akrobatik
    döst eine Katze auf der Treppe
    in würdeloser Langeweile.

    Ich gähne meine Trägheit in den Himmel
    lasse der Ameise auf nacktem Fuß ihren Lauf.
    Durch halbgeschlossene Lider
    mogelt sich ein Blinzeln,
    dann setzt der Blick den Punkt
    im Wipfel des Kastanienbaums.
    Von Schatten unbelastete Gedanken
    tasten sich zur Seele hin -
    die hat sich längst schon freigestrampelt,
    baumelt lässig im Geäst.

    Den Probelauf auf meinen Schultern
    übt bereits ein kühler Wind.
    Bald tragen Gärten schwarze Masken
    und Fächer aus Lavendelduft.

    Im Hintergrund glühn die Geranien
    die letzten Sonnenreste aus,
    und in ihrem roten Feuer
    erwarte ich die Hand,
    die mir das Mondlicht auf der Stirn verreibt,
    wenn aus Oleanderzweigen
    Madonlinenklänge tropfen.

    (Heide Kunz-Traubert)



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    Ich sah des Sommers letzte Rose stehn,
    Sie war, als ob sie bluten könnte, rot
    Da sprach ich schaudernd im Vorübergehn:
    So weit im Leben, ist zu nah dem Tod!

    Es regte sich kein Hauch am heißen Tag,
    Nur leise strich ein weißer Schmetterling;
    Doch, ob auch kaum die Luft sein Flügelschlag
    bewegte, sie empfand es und verging.

    (Christian Friedrich Hebbel)
     
  3. Hazangülü

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    Wehmütig den Blick zurück,
    Vater Herbst er will nicht warten.
    Taumelnd Blätter: Kupferstück,
    raschelnd auf Weg und Garten.

    Das Haus gebaut, den Vater verloren-
    schnell vergangen ist die Zeit.
    Nachbars Mädel hat ein Kind geboren,
    ein rastlos Pendel: Glück und Leid.

    Schwankend Wipfel seufzen, klagen,
    ach\' im See das Spiegelbild.
    Sehnsucht nach vergangenen Tagen,
    badend Kinder – laut und wild.

    Neue Früchte werden reifen,
    verträumt der Angler: Hand am Kinn.
    Gegenübers Hand ergreifen -
    verborgen oft der Sinn!

    (Reinhard Blohm – Brettin 2002)

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    Herr: Es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
    Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren
    und auf den Fluren laß die Winde los.
    Befiehl den letzten Früchten reif zu sein
    gib Ihnen noch zwei südlichere Tage
    dräng sie zur Vollendung hin und jage
    die letzte Süße in den schweren Wein.

    Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr
    wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
    wird lesen, wachen, lange Briefe schreiben
    und wird auf den Alleen hin und her
    unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

    (Rainer Maria Rilke, 1875-1926)
     
  4. Hazangülü

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    Schneemann dort am Gartenzaune
    Hat gar eine üble Laune.
    Steht er da voll Trutz und Groll,
    Weiß nicht, was er reden soll.
    Und die Sonne blinkt und blitzt,
    Daß er wie ein Kranker schwitzt.
    Weil der Himmel ist so blau,
    Ärgert er sich braun und grau;
    Weil die Wiesen werden grün,
    Ärgert er sich schmal und dünn.

    Schneemann ist in großer Not,
    Denn es winkt ihm schon der Tod.
    Noch ein Schnapper, noch ein Schnauf
    Und er steht nicht wieder auf.
    Kommen dann die schwarzen Raben,
    Seine Leiche zu begraben.
    Und Schneeglöcklein will vor Freuden,
    Ihm die Sterbeglocke läuten.
    Und die Lerch' vor allen Dingen
    Ihm ein Schlummerliedchen singen.

    Aber wo ist er zu finden?
    Vornen nicht, und auch nicht hinten.
    Freilich, weil ihm ganz zerbrochen
    An der Sonne seine Knochen,
    Weil zu Wasser er zerronnen
    An dem Glanz der goldnen Sonnen.
    Kommt der Storch dazu geflogen,
    Und die Schwalbe hergezogen,
    Fragen nach dem toten Mann,
    Niemand von ihm sagen kann.

    Wälzt der Storch mit seinem Bein
    An den Zaun hin einen Stein;
    Und die Schwalbe mit dem Schnabel
    Schreibt darauf die ganze Fabel:
    Hier liegt Einer, der im Leben,
    Weiter keinen Taug gegeben;
    Der sich faul und sehr verstockt,
    Lebenslang daher gehockt;
    Und damit er doch nicht länger
    Bleiben soll ein Müßiggänger,
    Und ein Griesgram und ein Hasser,
    Schmolz der Frühling ihn zu Wasser;
    Und damit will er begießen
    All' die Blumen auf den Wiesen,
    Dass sie weiß und gelb und grün
    Euch zur Lust und Freude blüh'n.

    (Friedrich Wilhelm Güll)


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    Gedämpft durch Schnee sein schwerer Schritt -
    so zieht der Winter ein ins Land.
    Den Frost bringt als Gesell´ er mit -
    regiert wird nun mit kalter Hand.

    Die Schneelast senkt so manchen Ast
    nach luftig leichtem Flockentanz.
    Der Raureif ist des Winters Gast -
    die Sonne leiht ihm kühlen Glanz.

    Doch Dunkelheit - sie überwiegt
    und eisig weht der Wind uns an.
    Die Erde still im Schlummer liegt
    bis wieder Neues werden kann.

    (©Anita Menger 2009)
     

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